Gefährlicher Umschlag

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Die Aufgaben für die Feuerwehr werden immer vielschichtiger, und so ist es erforderlich, viele Dinge zu üben und sich Abläufe einzuprägen.

Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit anderen Einheiten des Landkreises zu festigen.

Vor kurzem kam es in Harsefeld zu einer solchen Übung. Beteiligt waren Teile der Ortswehr, die Dekon Gruppe Süd, deren Fahrzeug in Harsefeld stationiert ist und von Mitgliedern der Samtgemeindefeuerwehr bedient wird. Dazu kam die Umweltgruppe Süd, deren Fahrzeuge in Neukloster stehen.

Da der Organisator der Übung, der Harsefelder Gruppenführer Michael Schwingenheuer, beim Rathaus, der Post und auch der Polizei aus verschiedenen nachvollziehbaren Gründen eine Absage für die Durchführung erhalten hatte, verlegte er das Scenario kurzer Hand in sein Haus.

Die angenommene Lage: Kinder hatten einen Umschlag geöffnet, der ein weißes Pulver, sowie einen Zettel mit Drohungen und Totenköpfen enthielt.

Die alarmierte Ortswehr brachte zunächst die Kinder in Sicherheit und betreute sie unter schwerem Atemschutz. Die nachrückenden Kräfte des Umweltzuges und der Dekontaminationseinheit bauten ihre Gerätschaften auf. Unter Vollschutzanzügen(CSA) suchten die eingesetzten Feuerwehleute das Gebäude ab und sicherten es. Im Zelt auf dem Dekon Platz war inzwischen alles vorbereitet, um die verletzten Kinder von Schadstoffen zu befreien. Dazu gehörten auch die Wasserversorgung, die Aufbereitung von warmem Wasser und die Bereitstellung von Ersatzkleidung. Auch die im Einsatz gewesenen Feuerwehrleute wurden auf die gleiche Weise gereinigt. Das bei der Reinigung anfallende Wasser wird aufgefangen und gesondert entsorgt.

An der Übung nahmen 40 Feuerwehrkammeraden mit sieben Fahrzeugen teil. Bei einem Ernstfall würde für die Analyse des Schadstoffes auch die Spezialeinheit „Spüren und Messen“ des Landkreises angefordert.

Nach Ansicht der Organisatoren lief die Übung sehr gut. Aufgefallene Schwachstellen sollen in einem Gespräch erläutert werden. Die Übung endete nach zwei Stunden.

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